Du möchtest Pokémon-Karten verkaufen, weißt aber nicht, welche Informationen ein Ankauf braucht? Diese Checkliste hilft bei der ersten unverbindlichen Anfrage – sie ist keine Pflichtliste. Im Ankauf-Fragebogen kannst du bereits mit Auswahl, Name und E-Mail starten; Fotos und genaue Kartendaten sind freiwillig und können nachgereicht werden. Wichtig für die spätere Einschätzung ist, dass besondere Karten erkennbar sind, Mengen plausibel bleiben und Schäden nicht verdeckt werden. Für Kameraeinstellungen gibt es den ausführlichen Foto-Ratgeber.
1. Eine Gesamtansicht statt eines undurchsichtigen Stapels
Lege die Karten in übersichtlichen Reihen aus oder fotografiere mehrere kleine Gruppen. Bei einer großen Sammlung genügt zunächst ein Überblick über Binder, Boxen und lose Karten. Zeige anschließend die interessanteren Einzelkarten separat. Ein Foto von Stapelkanten hilft bei der Mengenschätzung, aber nicht bei der Identifikation.
Trenne Originalkarten, Custom Cards und versiegelte Produkte deutlich. Custom Cards sind keine offiziellen Pokémon-TCG-Karten und dürfen nicht als Originale bewertet werden. Unsichere Karten bitte als unsicher kennzeichnen, statt eine Echtheitszusage zu erfinden.
2. Vorderseite, Rückseite und auffällige Stellen
Für wichtigere Einzelkarten sind eine vollständige Vorderseite und Rückseite besonders hilfreich. Alle vier Ecken und die Kartennummer sollten lesbar sein. Fotografiere ohne Beauty-Filter, Hintergrund-Neugenerierung oder künstliche Schärfung. Halte das Licht gleichmäßig und vermeide starke Spiegelungen.
Eine zusätzliche schräge Ansicht kann Kratzer auf einer Holo-Oberfläche zeigen. Knicke, Druckstellen, weiße Kanten und Wasserspuren gehören in ein Detailbild und in die Beschreibung. Fotos ermöglichen eine Vorprüfung, ersetzen aber keine abschließende Kontrolle der tatsächlichen Karte. Eine Bewertung durch PSA oder andere Anbieter lässt sich daraus nicht garantieren.
3. Welche Kartendaten gehören dazu?
- Name und Nummer: beispielsweise die vollständig sichtbare Nummer mit beiden Teilen, nicht nur der Pokémon-Name.
- Set und Sprache: soweit bekannt; bei Unsicherheit die Angaben offenlassen und gut fotografieren.
- Variante: Regular, Holo, Reverse, Stempel oder Promo nur angeben, wenn erkennbar.
- Stückzahl: gleiche Karten zusammen zählen; unterschiedliche Varianten getrennt aufführen.
- Zustand: sichtbare Gebrauchsspuren beschreiben; „frisch gezogen“ bedeutet nicht automatisch makellos.
Die Hilfe zu Set-Symbol und Kartennummer und der Zustands-Guide helfen bei den Angaben. Cardmarket unterscheidet mehrere Zustandsstufen; übernimm keine optimistische Einstufung nur aus einem ähnlichen Angebot.
4. Bulk, Sammlungen und Sealed sinnvoll beschreiben
Bei Bulk reicht zunächst eine ungefähre Menge mit Sprachen und groben Setgruppen. Schreibe dazu, ob die Menge gezählt oder geschätzt ist. Trenne Holo-/Reverse-Karten und erkennbare besondere Artworks von normalen häufigen Karten. Nicht jede glänzende Karte ist wertvoll; trotzdem sollte ein Stapel erst nach einer Sichtprüfung als Bulk gelten.
Bei Sealed helfen Produktname, Anzahl und Fotos aller Verpackungsseiten. Beschädigte Folie, Dellen oder bereits geöffnete Bestandteile bitte nennen. Für Konvolute kannst du etwa schreiben: „zwei Binder, ungefähr 300 lose Karten, deutsch und japanisch; Menge geschätzt“. Das ist hilfreicher als eine ungesicherte Summe aller vermeintlichen Kartenwerte.
5. Kopiervorlage für deine Anfrage
Ich möchte folgende Karten / Produkte anbieten:
Bereiche: …
Sprachen und bekannte Sets: …
Anzahl: … (gezählt / geschätzt)
Besondere Karten und Varianten: …
Bekannte Schäden: …
Preisvorstellung, falls vorhanden: …
Im Jubiläumskarten-Ankaufguide findest du zusätzliche Hinweise für 30-Jahre-Karten. Für größere Mengen häufiger Karten hilft Bulk sortieren und verkaufen.
6. Erst Anfrage, dann gemeinsam weiter
Nutze den Ankauf-Fragebogen und wähle mehrere Bereiche, wenn dein Angebot gemischt ist. Lade zunächst aussagekräftige Bilder hoch und beschreibe den Rest übersichtlich. Weitere Details können anschließend geklärt werden. Bitte verschicke keine Ware ohne vorherige Absprache.
Eine Anfrage und ihre Eingangsbestätigung sind noch keine Ankaufzusage. Ob ein Angebot möglich ist, hängt von Identität, Zustand, Menge und Nachfrage ab. Ein Ankaufpreis ist nicht automatisch die Summe öffentlicher Einzelangebotspreise.
Häufige Fragen
Muss ich jede Karte einzeln fotografieren?
Nein. Für die erste Anfrage helfen Gesamtansichten und separate Front-/Backfotos wichtigerer Karten. Weitere Details können anschließend abgestimmt werden.
Was mache ich bei unbekanntem Set oder Zustand?
Nicht raten: Schreibe, dass die Zuordnung unsicher ist, und zeige die Karte einschließlich Nummer und Rückseite deutlich.
Soll ich die Karten direkt zuschicken?
Nein. Zunächst die unverbindliche Anfrage stellen und das weitere Vorgehen absprechen.